Kolping-Bildung
in Ober- und Mittelfranken
Spende statt Geschenke: Heinrichs-Verlag unterstützt die Kolping-Bildungs-Stiftung
„Das ist ein wirklich schöner Moment.“ Sichtlich gerührt zeigte sich der bisherige Vorstand des Kolping-Bildungswerks Bamberg, Wolfram Kohler, als er zusammen mit seinem Nachfolger Dirk Liebherr kurz vor Weihnachten einen Scheck für die Kolping-Bildungs-Stiftung entgegennehmen konnte. Überreicht wurde der Scheck von den Geschäftsführern des Heinrichs- Verlages, Birgit Erhardt und Andreas Kuschbert, die damit eine gute Tradition fortsetzten.
„Seit vielen Jahren verzichten wir auf Geschenke und lassen das Geld stattdessen Institutionen, Vereinen und Verbänden zukommen“, konstatierte Chefredakteur Andreas Kuschbert bei der Spendenübergabe. Dieses Mal habe man sich dafür entschieden, 1000 Euro für die Kolping- Bildungs-Stiftung zu spenden, einem Herzensprojekt von Wolfram Kohler.
Im November 2010 wurde die Stiftung ins Leben gerufen. „Wir haben das getan, weil wir der Meinung waren und sind, dass jeder Einzelne eine faire Chance zur Teilhabe an unserer Gesellschaft bekommen sollte“, so der bisherige Vorstand Wolfram Kohler. „Doch für die spezielle Förderung und nachhaltige Integration von Menschen ohne Schul- oder Berufsabschluss fehlen leider sehr häufig die finanziellen Mittel.“
Nach den Worten von Kohler und Liebherr stehen junge Geflüchtete vor großen Herausforderungen, wenn es darum geht, sich in ihrem neuen Umfeld zurechtzufinden und erfolgreich in das Bildungssystem zu integrieren. Kohler: „Mit Ihrer Spende können wir diesen jungen Menschen wertvolle Unterstützung bieten und ihnen eine bessere Zukunft ermöglichen.“ Und Dirk Liebherr ergänzt: „Das Geld wird in den entsprechenden Einrichtungen gerecht verteilt.“
Als Ziele nennen Kohler und Liebherr zusätzlichen Sprachunterricht sowie den Einsatz von Sprach- und Kulturvermittlern an Grund- und Hauptschulen sowie offizielle Sprachtests für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen (BIK).
Kohler: „Die Schülerinnen und Schüler der Berufsintegrationsklassen benötigen die Möglichkeit, ihr Sprachniveau offiziell nachweisen zu lassen. Da das Sprachniveau im Zeugnis nicht ausgewiesen werden darf, ermöglichen wir durch die Spenden den Zugang zu anerkannten Sprachtests.“
Ein solcher Sprachtest fördere die Motivation der Lernenden und verbessere die Berufsaussichten der Absolventen erheblich, dass Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe konkrete Nachweise über die Sprachkenntnisse erhalten.
Wie Dirk Liebherr betonte, sind Sprachbarrieren oftmals ein großes Hindernis in der Bildungsarbeit, wenn es um wichtige Gespräche mit Eltern und Erziehungsberechtigten gehe. „Durch den Einsatz von Dolmetschern sowie Sprach- und Kulturvermittlern können wir sicherstellen, dass wichtige Informationen verständlich vermittelt und die Schülerinnen und Schüler optimal unterstützt werden“, so der Kolping-Vorstand.
Mit der Spende des Heinrichs-Verlags können laut Kohler und Liebherr zudem an Grund- und Hauptschulen Sprachlehrkräfte und Lesepaten gesucht werden, die speziell auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingehen.
Weitere Informationen zur Kolping-Bildungs-Stiftung gibt es unter www.kolpingbildung.de

Birgit Erhardt (links) und Andreas Kuschbert (rechts) überreichten als Geschäftsführer des Heinrichs-Verlages den symbolischen Spendenscheck an den bisherigen Vorstand des Kolping-Bildungswerks im Erzbistum Bamberg, Wolfram Kohler (zweiter von links) und dessen Nachfolger Dirk Liebherr. Foto: Martina Kuschbert